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"Frühstück im Freien" mit Eckhard Böttger
Elbe-Elster-Rundschau vom 14.04.2000
Heute um 19 Uhr bietet die Kleine Galerie "Hans Nadler" in
Elsterwerda wieder die Möglichkeit, mit dem dort ausstellenden Künstler
ins Gespräch zu kommen. Zu Gast ist der Finsterwalder Maler und
Grafiker Eckhard Böttger (45), der zurzeit in den Galerieräumen
seine Arbeiten zeigt.
Zu sehen sind Werke auf Papier und so genannte Gouachen. In
Elsterwerda ausgestellte Motive sind zumeist Landschaften, aber auch
Titel wie "Frühstück im Freien", "Blaue
Landfigur" und "Baumfigur". Dabei ist die Arbeit des
1985 von Meißen nach Finsterwalde gezogenen Künstlers
ausgesprochen vielseitig. Auf Grund des beengten Platzangebotes wird
nur ein kleiner Querschnitt seiner Arbeiten gezeigt. Neben der
Malerei sind dreidimensionale Objekte sein liebstes Kind. Nach dem
Umzug aus einer Plattenbauwohnung auf ein eigenes Wohngrundstück in
Finsterwalde hat er dafür nun endlich genügend Platz. Neben Holz
bearbeitet er auch Keramik, schmiedeeiserne Objekte und Plexiglas.
Im Finsterwalder Kreismuseum steht dem Künstler ein modernes
Atelier zur Verfügung, hier wird manchmal acht Stunden am Stück
mit Materialien wie Acryl- und Ölfarbe auf Papier oder Leinwand
gearbeitet.
Zu seinen bekanntesten Werken im Elbe-Elster-Kreis gehören öffentlich
zugängliche Kunstwerke, wie das Denkmal für die Opfer von Diktatur
und Gewaltherrschaft in Finsterwalde, Arbeiten im Oberstufenzentrum
Herzberg und im Kreiskrankenhaus Finsterwalde.
Eckhard Böttgers Interesse an der Bildenden Kunst wurde bereits im
frühen Alter von acht Jahren geweckt. Auslöser war ein Besuch mit
den Eltern in der Dresdener Gemäldegalerie. Ein alter Lehrer
begeisterte ihn für die Landschaftsmalerei und schlug ihm den Beruf
des Porzellanmalers an der Porzellanmanufaktur Meißen vor: Der
engen "Dressur des spitzen Pinsels" ausgesetzt, fühlte
sich das lebhafte Temperament jedoch oft eingeengt. Nach den acht
Stunden still sitzen in der Ausbildung, die wie er selber sagt,
nicht die schlechteste war, zog es ihn gemeinsam mit anderen in die
freie Natur der Meißner Weinberge zur Landschaftsmalerei. Es folgte
der Abschluss an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei
Prof. Jutta Damme und Prof. Bruno Konrad.
Kristina Phillip
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