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Zur Arbeit
von Petra Elsner
Petra Elsner (49) ist eine malende Geschichtenerzählerin. Mit ihrem
Bildthema „Narren, Liebe, alte Sehnsucht“ spürt sie dem Urfeuer
des Lebens, der Liebe nach. Dazu halten erfundene Wesen
Zwiesprache. Wurzellose und entrückte Schwebewesen. Meist betritt
ein Narr den Malgrund. Der entpuppt sich als Hort, in dem das Sein -
das reale und das ersonnene - kulminiert. Und es scheint, als würde
er von seiner inneren Kanzel aus die alte Sehnsucht der Menschen
bespötteln. Denn das Leben ist nicht harmonisch.
Der
Kreis, die Kugel ist seit jeher Sinnbild der idealen Form. Manche
nennen sie göttlich. In Elsners Bilderwelt steht sie als ein
Zeichen oder als Schutzraum für die unschlagbare Kraft liebender
Paare. Gleich in welcher Zeit. Ihre Bilder adaptieren zuweilen eine
alte griechische Legende. Nach der waren Männer und Frauen einst
Kugelwesen. Weil sie aber als Kugel stark waren und immer mächtiger
wurden, traf sie ein spaltender, göttlicher Blitz. Von Stund an
waren Männer und Frauen dazu verdammt als schwaches Halbrund durch
das All zu schweben, um ihr Leben lang das passende Bruchstück zu
suchen ...
Biografie
| 1953 |
Geboren
in Wildau, lebte von 1954 - 1992 in Zeuthen (Mark)
. |
| 1960
- 1970 |
Mittlere
Reife
. |
| ab
1970 |
Ausbildung
und Arbeit als Schrift- & Grafikmalerin (DEWAG-Berlin)
. |
| 1970
– 1971 |
Abendstudium
im Fach Naturstudium an der FS für Werbung und Gestaltung,
Berlin
. |
| 1972 |
Geburt
von Sohn Jan
. |
| 1980
- 1992 |
Print-Redakteurin
im Verlag Junge Welt Berlin, daneben Fernstudien für
Journalistik und Philosophie
. |
| 1984
- 1988 |
Fernstudium
Philosophie, Humbold Universität Berlin
. |
| 1988
- 1989 |
Externstudium
Journalistik, Leipzig
. |
| 1989 |
Abschluß
als Journalistin
. |
| 1992 |
Umzug
nach Berlin, Hinwendung zur Belletristik und erneut zur
Malerei.
. |
| Seit
1994 |
lebt
und arbeitet sie als freiberufliche Malerin und Publizistin im
Berliner Prenzlauer Berg
. |
| nach
1995 |
33
Einzelausstellungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen, eine
Ausstellungsbeteiligung in NRW. |
Die
Malleidenschaft erbte die Malerin wohl von ihrem Großvater. Er
korrigierte Anfang der 70er Jahre ihre Arbeit an der Staffelei.
Immerzu kleinformatige märkische Landschaften in Öl. Irgendwann
aber, war in ihr das Schreiben lauter und die Pinsel verstaubten bis
Anfang der 90er Jahre. Petra Elsner beginnt ihren Berufsweg zunächst
als Schrift- und Grafikmalerin. Später ist sie 13 Jahre lang im
Verlag Junge Welt als Redakteurin tätig. Daneben Fernstudien für
Journalistik und Philosophie. Zentrale Klammer ihres Bildschaffens
ist die Figürliche Malerei. So verschiedenartig Elsner-Malphasen
auch sind, immer ist es phantastische Suche nach einem Formengefühl,
das der Sehnsucht nach Harmonie Bildsprache verleiht.
Bisherige Buchveröffentlichungen
Roman “Glatze & Palituch", 1993, Delfini Athen
5 Buchbeiträge in: “Arbeitslos bin ich nie", 1994,
KIRO-Verlag
“Labyrinth Spreewald", 1995, ELEFANTEN PRESS
Autorin in: “Die abgewickelte Frau", 1995,
a-verbal-Verlag
Autorin in: “EX", 1997, ELEFANTEN PRESS
Autorin in: “SelbstverMARKTung freie journalistischer
Arbeit", 1997, IG-Medien, Berlin
Autorin in: “L(and) D(raculas Reich) S(ehen und Geniessen)",
2000, Schiebri-Verlag
Arbeitsthemen
im Bildschaffen
NACHT-GEDANKEN
oder Die braun-samtigen Bilder (Beize auf Papier)
Die Nacht über Berlin hat selten einen Sternenhimmel. Smoggeschwängertes
Rosé und Brauntöne bedecken das Häusermeer. Aber es schläft nie
völlig. Denn nachts suchen die verlorenen Seelen Hoffnung und
Harmonie. NACHTGEDANKEN heißt dieser Zyklus, weil alle Arbeiten
formgewordenes Nacht-Denken zur menschlichen Sinnsuche sind.
VERNARRT & VERWUNSCHEN
oder: Die frechen, schrulligen, fröhlichen Bilder (Öl auf
Hartfaser)
Werkausschnitt von eher skurrilem Hintersinn, der gesellschaftliches
Befinden aufspießt. Themen wie: Not, Fernweh, maskiertes Leben
kommen leichtfüßig und farbenprächtig daher. Der Narr steht
allenthalben als Metapher für ein viel zu schrilles Lachen, das die
Welle des Lebens begleitet.
PAARE
oder: Die leuchtenden und manche frivolen Bilder (Öl auf Karton und
Leinwand)
Spielerisch werden Beziehungskisten inszeniert. Elemente der
Karikatur drängen immer stärker - in der Pracht der ganzen
Farbpalette auf die Leinwand. Die Auftritte der Figuren muten
theaterhaft.
TRÄUME
(Cartoons, Beize-Aquarelle)
Kleinformatige Bilder, Cartoons, die winzige Geschichten erzählen.
Sie entstehen seit 1998 nebenher, gewissermaßen zur Entspannung der
Malerin selbst. Vielleicht sind es auch Illustrationen zu noch nicht
ersonnenen Märchen, die die Künstlerin irgendwann einmal notieren
wird. Seit 1999 entsteht daraus zunächst eine regelrechte GELBE
MAL-PHASE zu den Themen TRAUMSCHIFFE (großformatige Arbeiten), später
DAS JAHR DES NARREN.
Seit 2000 zahlreiche Schwarz-Weiß-Vignetten für eine Märkische
Zeitung. Gegenwärtiges Arbeitsthema: Millennium Zeitenwende
(Mischtechnik auf Leinwand).
Atelierkontakt
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