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Offen und vielfältig: Galeriegespräch mit Monika Fuchs
Eher durch Zufall hatte Pharmazierat Stephan
Creuzburg die Lübbenerin Monika Fuchs, ihres Zeichens Künstlerin
in Malerei, Design und Grafik, entdeckt und in die Kleine
Galerie "Hans Nadler" nach Elsterwerda gebracht. Im
Galeriegespräch zur laufenden Ausstellung sprach sie über
ihren Werdegang, ihre Werke und stand den Fragen der Gäste
offen gegenüber. Ebenso offen und positiv, wie sie der Kunst
selbst gegenüber steht. "Ich male, indem ich mich ganz
intensiv am Zauber der Landschaft orientiere, mich aber selbst
sehr zurückhalte. Ich sehe mich eher als ein Handwerker, der
Landschaft und Atmosphäre wiedergibt, und möchte dabei ein möglichst
breites Spektrum darstellen", erklärt Monika Fuchs die
zustande gekommene Vielfalt der gezeigten Bilder. Ihre
Hauptaufgabe sieht sie darin, Dinge, die sie umgeben, zu
verarbeiten und bearbeiten, um sie dann in besserer Form
wiederzugeben. Schon in der Kindheit schwebte ihr vor:
"Ich möchte einmal irgendetwas mit Malen machen."
Das spätere Studium bei Prof. Rudolf Schoofs an der
Werkkunstschule in Wuppertal gab ihr alles, was sie dazu
brauchte. "Dort musste jeder seinen eigenen Weg suchen
und finden. Es war eine schwere aber sehr, sehr gute Schule,
in der wir einerseits immer nur positiv aufgebaut wurden,
andererseits aber auch lernten, uns in Grenzen zu
bewegen."
Monika Fuchs bezeichnet sich als sehr
experimentierfreudig: "Ich nehme mir immer wieder etwas
Neues vor, um neue Ufer zu entdecken." Nachdem sie lange
Jahre mit dem Gestalten von Kollektionen für die Teppich-,
Dekostoff- und Tapetenindustrie im In- und Ausland und mit dem
Entwerfen von Porzellan und Majolika-Dekoren für einen
Industriedesigner beschäftigt war, unterliegt die Arbeit der
Lübbenerin heute längst nicht mehr modischen Aspekten und
Trends. Eine Wende in ihrem Leben vollzog sich 1982, als
Monika Fuchs heiratete und gleichzeitig begann, als freie
Malerin zu arbeiten. Kurze Zeit später entstand auch eines
ihrer in der Galerie ausgestellten Bilder mit dem Titel
"Ich lebe". Es wird erst zum zweiten Mal überhaupt
gezeigt, und dabei hatte Monika Fuchs schon mehr als 30
Ausstellungen. Ihre größte beinhaltete 85 Bilder. Die Titel
der Bilder sieht die Künstlerin als eine Art Brücke zum
Betrachter. "Meist kann ich allerdings nur lange Sätze
dazu erzählen. Mein Mann ist dann in der Lage, das in ein
oder zwei Worte zu fassen. Dafür bin ich ihm sehr
dankbar", verrät Monika Fuchs.
Vor zwei Jahren begann die Lübbenerin mit der Ölmalerei.
So wie auch die meisten ihrer Aquarelle vor Ort entstanden, möchte
Monika Fuchs bald auch mit Öl in der Natur malen.
"Zwischen 11 und 14 Uhr ist es mir dabei am
liebsten." Das Non plus Ultra sei dabei der Himmel für
sie. Ihr Vorbild ist Picasso. "Ich kann nur in positiver
Stimmung malen und liebe es, so zu hantieren; wie es der
eigene Geist einem eingibt." Eine eigene Handschrift
jedes einzelnen Künstlers empfindet Monika Fuchs als wichtig.
Die Feststellung: "Ach guck, da hängt wieder ein
Fuchs" hingegen wäre ihr unangenehm.
Kristina Philipp
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