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Schüler des Elsterschloss-Gymnasiums stellen aus
In der Kleinen Galerie in Elsterwerda ist derzeit
Individualität auf jedem Quadratmeter zu sehen - freies Gestalten
steht im Mittelpunkt. Gymnasiasten der 13. Klassen vom
Elsterschloss-Gymnasium stellen ihre "Kellerkunst" aus. Ob
nun Objektkunst, Faltenwurf, Drucke oder Radierungen - in der
Ausstellung ist von jedem etwas dabei: "Uns war es
freigestellt, was wir aus den Vorgaben machen", so Schülerin
Peggy Weiß aus Plessa. Die gezeigten Werke stammen aus den
Unterrichtsstunden der vergangenen Monate. "Zum Gestalten der
Galerie haben wir uns an richtigen Kellern orientiert. Die haben
auch etwas mit Unordnung und Dreck zu tun", erzählt Peggy Weiß.
Der Dreck wird durch jede Menge Sägespäne ersetzt, die Unordnung
entsteht durch die Vielfalt der verschiedenen Ausstellungsstücke.
Schulleiter des Gymnasiums, Ernst Schmied, ließ es sich nicht
nehmen, auch einmal vorbei zu schauen. "Das ist natürlich kein
Vergleich zum Unterricht meiner Zeit. Wir bekamen einfach
Zeichenblock und Stift in die Hand. Entweder man konnte zeichnen
oder eben nicht: Ehrlich gesagt gehörte ich zur letzteren
Gruppe", gesteht der Schulleiter schmunzelnd. "Heute ist
der Kunstunterricht viel interessanter. Was dabei raus kommt, kann
man hier sehen. Die Ausstellung gefällt mir sehr gut", meinte
Ernst Schmied.
Doch die Besucher der Kleinen Galerie "Hans
Nadler" hatten beim Galeriegespräch nicht nur die Gelegenheit,
sich umzusehen und mit den Schülern zu plaudern, sondern sie
erlebten auch einmal hautnah, wie Kunst gemacht wird. Während ihrer
kleinen Aufführung ließen die Gymnasiasten ein Bild entstehen und
drückten mittels der Farben Gefühle aus - das positiv wirkende Grün
beispielsweise verwendeten sie für ein fröhliches Gesicht,
knalliges Rot hingegen für Chaos. Doch auch zwischenmenschlichen
Fragen und Probleme wurden in die Darbietung mit eingeflochten. Am
Ende entstand ein gemeinsames Werk, das gleichzeitig auch Bilderrätsel
war. "Die Arbeiten sind sehr ansprechend und die Fähigkeiten
der Schüler teilweise herausragend. Man kann sehen, dass die Themen
intensiv bearbeitet und vielfältig dargestellt wurden. Besonders
hat mir gefallen, dass alle Leistungen ausgestellt sind", sagte
Annelie Spillecke, die als Mutter eines Schülers zum Galeriegespräch
gekommen war.
Kristina Philipp
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