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Kunst-Experimente mit Blattgold
"Ich möchte diese Kunstrichtung
weiterentwickeln, daher sind mir die Meinungen und Kritiken anderer
Kunstliebhaber sehr wichtig. Das wird mir helfen", mit diesen
Worten ging der aus Armenien stammende und jetzt in Elsterwerda
beheimatete Künstler und Diplom-Architekt Ararat Haydeyan in der
Kleinen Galerie in Elsterwerda aus dem Galeriegespräch. Nicht nur
Kunstliebhaber, auch viele inzwischen in Deutschland gewonnene
Freunde gehörten zum Zuhörerkreis in der bis auf den letzten Platz
besetzten Galerie. "Eine gelungene Veranstaltung", so schätzte auch
Galerieleiter und Betreuer der Ausstellung Gerhard Scherf ein.
"So viele Gäste waren schon lange nicht mehr bei einem
Galeriegespräch dabei." Vor allem Fragen zur angewandten
Maltechnik der neuen, erstmals in dieser Größenordnung
ausgestellten Kunstwerke und zum weiteren künstlerischen
Entwicklungsweg von Ararat Haydeyan galt es zu beantworten.
Seit drei Jahren arbeitet Ararat Haydeyan neben der Aquarellmalerei
an dreidimensionalen Materialbildern, bei denen durch Gips, Holz,
Acrylfarbe und Blattgold ein Reliefbild entsteht. Die angewandte
Blattgoldtechnik gehe auf ein sehr altes Verfahren zurück, das
bereits in der alten russischen Ikonenmalerei angewandt wurde, so
der Künstler. Heute werde die Technik vor allem bei Restaurationen
in Kirchen und Wandmalereien in ganz Europa genutzt. Mit der Ikonenmalerei haben die jetzt ausgestellten modernen und zum
Teil abstrakten Kunstwerke nur die Maltechnik gemeinsam. Viele
Motive sind mit der Architektur, dem Hauptberuf von Ararat Haydeyan
verbunden. Durch die große Resonanz und das Interesse beim
Galeriegespräch fühlt sich Ararat Haydeyan bestätigt, in der
neuen Richtung weiter zu arbeiten.
Nächstes größeres Ziel ist eine umfassende Kunstausstellung im
Finsterwalder Kreismuseum. Diese vorzubereiten benötige viel Zeit,
da die neue Maltechnik gegenüber der Aquarellmalerei sehr viel aufwändiger
sei, erklärt Ararat Haydeyan.
Elbe-Elster-Rundschau vom 25.01.2002
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Biografie
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| 1952 |
in Armenien geboren |
| 1969 - 1974 |
Architekturstudium an der TU Jerewan |
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Diplom Architekt |
| 1974 -1995 |
Tätigkeit als Architekt und Stadtplaner in
Armenien |
| 1982 - 1988 |
Aquarellmalerei und Grafik bei Professor Artaschas
Hunanian |
1988
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Atelier und alle vorhandenen Arbeiten werden
durch Erdbeben in der Stadt Spitek zerstört |
| 1986 - 1992 |
Grand Prix des Internationalen Aquarell Malerei |
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"Sinposium Ceses Lettland" |
| seit 1995 |
freischaffend in Deutschland |
seit 1997
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Mitglied im BVBK und
in der Brandenburgischen Architekturkammer |
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lebt und arbeitet in Elsterwerda |
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| Studienaufenthalte |
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| Finnland, Bulgarien, Italien, Portugal, Russland,
Schweiz, Österreich, Spanien, Tschechien, Norwegen,
Lettland |
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| Ausstellungen und Kunst am Bau |
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| 1984 |
Jerewan | Armenien |
| 1986 |
Vanadzor | Armenien |
| 1989 |
Oslo | Norwegen |
| 1986 bis 1992 |
Cesis | Lettland |
| 1993 |
Jerewan | Armenien |
| 1993 |
Obervellach | Österreich |
| 1994 |
Baden | Schweiz |
| 1995 |
Pornach | Schweiz, Leria | Portugal, Meißen,
Chemnitz, Leipzig, Horgen | Schweiz, Litomerice |
Tschechien, Dresden, Düsseldorf, Hildesheim, Adelwitz,
Schmorkau-Oschatz |
| 1997 |
Leipzig, Dresden, Wahrenbrück, Lützen |
| 1998 |
Bad Liebenwerda, Leipzig, Elsterwerda, Oschatz,
Herzberg |
| 1999 |
Senftenberg |
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| 1996 |
Wandbild "Armenien", Elbezentrum Meißen |
| 1997 |
Wandbild "Kröbeln", Kröbeln |
| 1998 |
Wandbilder "Mann und Frau", Sparkasse
Torgau-Oschatz, Oschatz |
| 1999 |
Elsterwerkstätten Herzberg, "Stützpunkt",
Wasserspielobjekt aus Edelstahl |
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