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Von Heile Welt bis... - Peter Klar, Dresden

Adam (c) Peter Klar
Adam (c) Peter Klar 

Biografie

1941 in Dresden geboren
Werkzeugmacher, Konstrukteur
1965-68 Abendschule der Hochschule für Bildende Künste Dresden
Freischaffend als Maler und Grafiker in Dresden
Mitglied im Kunstverein Pirna e.V.

Ausstellungen

Dresden, Cottbus, Gera, Berlin, Wittenberg, Luckau, Rudolstadt, Johnsbach, Meißen, Pirna, Stralsund, Elsterwerda, Glauchau, Maxen, Heidenau, Burkhardswalde, Decin, Tegernsee, Weesenstein, Bautzen

Immer heile Welt?

Zu einer spannenden und hochinteressanten Unterhaltung über Optimismus und Pessimismus angesichts des Zustandes unserer Welt in allen ihren Erscheinungsformen geriet das Kunstgespräch mit Peter Klar am vergangenen Freitag.

Angesichts der Inhalte seiner neuesten Werke - dazu in einer verblüffenden neuen Form war das auch kein Wunder. Vordergründig sind die kleinen Werke schon in sich eigenständige Arbeiten, die, zu einem Format mit jeweils zwanzig derartigen "Zettelbildern", sowohl inhaltlich wie auch formal vereint, zu einer neuen Qualität gefunden haben. Wer im Hinblick auf die Fülle der kleinen Arbeiten auf die ausgereiften Techniken und die präzisen Darstellungen von Fleißarbeit sprechen würde, der wird dem Künstler Peter Klar in keiner Weise gerecht. Alles, aber auch alles geht bei ihm zuerst durch den Kopf, ehe es zu Papier gebracht wird. Und da ist dann von bedrohter Tierwelt die Rede - nur Ratte und Schabe werden überleben! - wie auch von der Bedrohung durch übergroße Städte und die Durchdringung unseres Lebens mit teilweise sinnloser Technik. Aber Peter Klar hat auch Schönes gefunden und dargestellt; seine italienischen Impressionen lösen reine Freude aus, ebenso die Idylle kleiner Vorstädte. Einem Peter Klar ist es auch erlaubt, den Adam hinter Eva zu stellen; kleine erotische Spielereien sind schon immer für ihn bevorzugte Themen gewesen. Er geht mit sich ebenso respektlos um wie mit großen Künstlern. In Verehrung an Rembrandt sind ihm köstliche Selbstportraits gelungen und die Übermalungen "toter" Künstler stellen gestalterisch einen Höhepunkt dieser Ausstellung dar.

All dies erschloss sich in diesem Gespräch erst so richtig. Peter Klar, der lieber zu Pinsel und Feder greift als dass er über seine Gedanken und seine Werke spricht, bot den Teilnehmern des Abends einen schönen und auch tiefen Einblick in Schaffensprozesse. Dafür sei ihm sehr herzlich gedankt und auch dafür, dass diese Ausstellung hier erstmals in Elsterwerda ist. Am Abend wechselten schon zwei Werke den Besitzer - wie heißt es doch? Kommt, seht und staunt. Es lohnt!

Stephan Creuzburg

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