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Mehr als einfach nur Bilder: "Kunst lebt und hilft
leben"
Elbe-Elster-Rundschau vom 19.09.2000
Die tiefe Liebe zum Meer kommt durch das Blau in den Bildern von Pia
Pollack immer wieder zum Ausdruck. Außerhalb Deutschlands malte sie
immer am Meer, der Adria oder dem Atlantik. "Allein die Häuser,
von denen jedes eine andere Farbe hat, inspirieren", berichtet
die Künstlerin. Einige ihrer Bilder malte sie in der Gesellschaft
des Künstlers Paolo Ara von Zarian, den sie in Venedig kennen
lernte. Auch seine Werke waren in der Hans-Nadler Galerie in
Elsterwerda beim Galeriegespräch zu sehen. Obwohl beide Maler von
unterschiedlicher Prägung sind - Pia Pollack geboren in
Hohenleipisch und Paolo Ara von Zarian geboren in Rom - verbindet
sie die Liebe zum südländischen Flair (Portugal / Italien). Die üppige
Farbenpracht, die Düfte, die Landschaft, Menschen und Häuser - all
das regt zum Malen an. Stumme aber auch laute Farben, sowie
unvollendete Strukturen spiegeln sich in den Werken wieder. Die
helleren Farben zeugen von Nähe, Unmittelbarkeit und Frische, während
die dunkleren beispielsweise das Blau - die Ferne, Abstand und
Erinnerung verkörpern.
Ich male im Endeffekt mit nur sehr wenigen grafischen Details,
vervollkommne meine Bilder sehr schnell", erklärt Pia Pollack.
Sie verwendet meist Aquarellpapier, auf dessen nassen Untergrund
erst eine Grundierung kommt, und dann die Farben. Zusätzlich wird
Gold in Form von Puder- oder Blattgold verwendet. Die Konturen in
ihren Werken verschwimmen zu einer "anderen, neuen Welt",
wie sie selbst sagt. Das freundliche, stimmungsvolle Flair existiert
auch in Pia Pollack selbst. "Kunst ist abhängig von der
inneren Einstellung." Die Frage, was dieses oder jenes Bild dem
Betrachter sagen soll, ließ Pia Pollack offen. Sie war der Meinung,
dass sich das nicht in Sätzen oder gar Büchern ausdrücken ließe.
Außerdem sei die Sichtweise eines jeden sehr individuell und
unterschiedlich. Pia Pollack hält es da mit Pablo Picasso, der
seiner Zeit sagte: "Jeder möchte die Kunst verstehen. Warum
versucht man nicht, die Lieder eines Vogels zu verstehen? Warum
liebt man die Nacht, die Blumen, alles um uns her, ohne durchaus
verstehen zu wollen?" Die Leitung des Galeriegespräches hatte
Dr. Vazrik Bazil übernommen. Er ist Geschäftsführer des MESROP
Zentrums für Armenisches Studium in Wittenberg, Vorsitzender der
Deutschen Public Relations Gesellschaft Sachsen-Anhalt und Mitbegründer
sowie Vorstandsmitglied des Verbandes der Redenschreiber deutscher
Sprache.
Kristina Phillip
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