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Malerei - Hildegard Sauer, Senftenberg 

Hildegard Sauer beim Galeriegespräch
Hildegard Sauer beim Galeriegespräch 

"Beste Bilder entstanden in Zeiten von großem Kummer"

Elbe-Elster-Rundschau vom 10.01.2000

Sich in die Gesellschaft eingliedern ohne aber die eigene Persönlichkeit zu vernachlässigen oder sogar zu verlieren. Immer wieder neue Wege gehen, sich ausprobieren. So oder so ähnlich könnte man die Persönlichkeit und den Lebensstil der Künstlerin Hildegard Sauer beschreiben.

Ihre berufliche Laufbahn begann sie jedoch mit einem Studium zur Geographie- und Sportlehrerin. Trotz des Talents mit Kindern und Jugendlichen gut umzugehen, verließ Hildegard Sauer nach dreijähriger Tätigkeit diesen Beruf. "Wir mussten immer lehren, was vorgeschrieben war. Das stellte mich allerdings nicht zufrieden", so Hildegard Sauer.

Neben den zehn Jahren als Buchhändlerin, widmete sie sich zunächst der Familie und den Kindern. Ihre ersten drei Ausstellungen hatte sie gemeinsam mit ihrem Mann, dem Bildhauer Ernst Sauer. "Oft wurde ich dann nur im Zusammenhang mit der Kunst von ihm ins Gespräch gebracht. Es dauerte lange, bis ich als eine eigenständige Künstlerin mit meinen Bildern anerkannt wurde", gibt die Senftenbergerin zu bedenken.

"Oft ist weniger mehr!" Das kann man auch in den Werken von Hildegard Sauer sehen. Sie liebt es, mit viel Farbe ein Bild ausdrucksstark zu gestalten. Dabei verwendet sie warme Töne. Diese, wie sie sagt "bonbonfarbenen", ins Auge stechende Farbgebungen liegen ihr nicht. Wichtig für Hildegard Sauer sei es, immer wieder neue Wege zu gehen und sich auszuprobieren - an die eigenen Grenzen zu stoßen. "Mein Leben besteht aus experimentellen Phasen."

Kristina Philipp

 

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